Neuer Buchtipp für Gruppen & Gemeinden!

Henry Wansbrough: "Der Bibel-Guide."
(Darmstadt) Konrad Theiss-Verlag, 2017


Leitfaden zum Verstehen der Bibel

Es ist erstaunlich wieviel kompetentes Bibelwissen durch die geschickte Gestaltung eines Buches auf relativ wenigen Seiten Platz findet, wenn auch - und das ist der einzige Wehmutstropfen an diesem Buch - die Schrift nicht überall gleich gut lesbar ist. Kompakt und anschaulich führt der Bibel-Guide … [zum Weiterlesen hier klicken]

Buchtipp der Woche!

Buchbesprechung „Die 21”
Martin Mosebach: "Die 21. Eine Reise im Land der koptischen Martyrer."
Rowohlt: Reinbek 2018.
272 S.
€ 20,–
ISBN 978-3-49804540-1


dieeinundzwanzig100_v-contentgross(Bildquelle: https://www.ndr.de/kultur/buch/Martin-Mosebach-Die-21-,dieeinundzwanzig102.html)

2015 schockierte die Meldung, der IS habe an einem Strand in Libyen 21 ägyptische Wanderarbeiter hingerichtet. Sie wurden enthauptet, weil sie koptische Christen waren und zu ihrem Glauben standen. Ein Video, das in einer durchdachten Inszenierung die Morde zeigt, konnte dazu im Internet abgerufen werden. – Der Autor wollte die geistliche Welt, dieser Männer kennenlernen und besuchte ihre Heimatorte, ihre Angehörigen sowie die für die 21 jungen Männer zuständigen kirchlichen Instanzen. Diese Besuche wurden zu Einblicken in eine für den nichtkoptischen Christen überraschende Glaubens- und Geisteswelt, in der weder Trauer oder Wut zu spüren, noch der Ruf nach Rache zu hören war, sondern die Freude darüber, dass eine Familie oder Dorfgemeinschaft einen Märtyrer hervorgebracht hat. Das Geschehen ist für die koptischen Christen eine Aktualisierung der Apostelgeschichte und der Zeit der frühen Kirche und somit ein Bekenntnis zu Jesus und Zeugnis für den Glauben, mit dem jeder Christ nach den Worten Jesu rechnen muss. Dem etablierten Christentum der westlichen Welt ist der Sensus dafür eher abhanden gekommen, der koptischen Kirche, für die seit Jahrhunderten ihr sie diskriminierender Status gleich geblieben ist, nicht. Mit gutem Grund kann sie sich als Fortführung der alten Kirche der Märtyrer betrachten, die ganz nahe bei Jesus ist. Mosebach ist weit davon entfernt, eine unkritische Heiligenlegende zu verfassen. Er recherchiert aufwändig, versucht zu verstehen, stellt in Frage, lässt Fragen offen. Es geht ihm darum, eine Lebenswelt zu erkunden und auf ihre Gegenwartstauglichkeit hin abzuklopfen, die in vielerlei Hinsicht eine Gegenwelt zu der Welt ist, die uns umgibt und die den Blick auf andere Wirklichkeiten verstellt. Diese Gegenwelt ist weder Schönrederei noch Schicksalsergebenheit oder gar Erfindung der Esoterik, sondern genuin christliche Tradition. Es ist gut, einmal daran erinnert zu werden.

(Kurztext verfasst von: Hanns Sauter)

2017 war Rekordjahr für Verbreitung der Bibel!

Österreichische Bibelgesellschaft vermeldet 38,6 Millionen Exemplare - Jede fünfte Bibel mittlerweile ein digitaler Download

Wien, 23.05.2018 (KAP) 38,6 Millionen Bibeln hat der Weltbund der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS) 2017 verbreitet - um 4,3 Millionen Exemplare mehr als im Jahr davor. Diesen Rekord hat die Österreichische Bibelgesellschaft auf der Basis des "Global Scripture Distribution Report 2017" gemeldet. Jede fünfte Bibel sei mittlerweile ein digitaler Download, hieß es in einer Aussendung vom Dienstag.

Die meisten gedruckten Bibeln werden demnach weiterhin in Brasilien verbreitet: 5,3 Millionen waren es 2017. In der aktuellen Statistik folgen China mit knapp 4 Millionen und die USA mit 2,4 Millionen Ausgaben. Die Bibelgesellschaft in Indien verkaufte und verteilte 2 Millionen Bibeln. Auf den Philippinen waren es 1,4 Millionen. Rund 70 Prozent aller Bibeln weltweit kommen nach Schätzungen des Weltbundes von den Bibelgesellschaften.

Besonders stark haben sich die Bibelgesellschaften in Krisen- und Kriegsgebieten engagiert. So hat die Bibelgesellschaft im Südsudan seit Beginn der dortigen Konflikte im Dezember 2013 mehr als 250.000 Bibeln verteilt. Die Ukrainische Bibelgesellschaft gab 2017 rund 190.000 Bibeln, Neue Testamente und biblische Auswahlschriften an Flüchtlinge, Soldaten und Verwundete weiter. In Syrien, Jordanien, im Libanon und Irak sind seit 2011 mehr als 350.000 vollständige Bibeln verbreitet worden. "Dass gerade für Menschen in Krisen- und Konfliktregionen die Bibel ein so wertvoller, tröstlicher Begleiter ist, zeugt von der Kraft der biblischen Botschaft", sagte die Direktorin der Österreichischen Bibelgesellschaft, Jutta Henner.

Sie freue sich auch über Online-Bibel-ausgaben, sagte die Expertin. Durch sie bekämen besonders junge Menschen auf der Suche nach Orientierung oder Menschen in Regionen, wo der christliche Glaube in Bedrängnis ist, Zugang zur Bibel. "Leider kann keine Statistik erfassen, was die millionenfach verbreiteten biblischen Schriften bei ihren Leserinnen und Lesern aus-gelöst haben, wo sie Freude oder Hoffnung geschenkt haben oder in Verzweiflung Trost geschenkt haben", so Henner.

Auch lesen lernen geht mit der Bibel
Ausdrücklich erwähnt der "Global Scripture Distribution Report" die Initiativen zum 500-Jahr-Jubiläum der Reformation, die Lutherbibel 2017 und die kostenlose Bibel-App, die inzwischen rund 250.000 mal aus den entsprechenden Stores heruntergeladen wurde. Bibelgesellschaften haben im Vorjahr darüber hinaus in 57 Staaten biblische Materialien für Leselernprogramme publiziert. Die Materialien gibt es in mehr als 50 Sprachen, sie gaben mehr als 100.000 Menschen die Chance, mit der Bibel lesen zu lernen. Dafür wurden mehr 4,6 Millionen Hefte und Bücher gedruckt. Insgesamt ver-breiteten die Bibelgesellschaften 354,9 Millionen biblische Schriften einschließlich Bibeln, Neuen Testamenten, Evangelien und Auswahlschriften.

Der "Global Scripture Distribution Report" berücksichtigt ausschließlich die Zahlen KATHPRESS-Tagesdienst Nr.124, 23. Mai 2018 12 von Verlagen und Organisationen, die dem Weltbund der Bibelgesellschaften angehören. Dazu zählt auch die Österreichische Bibelgesellschaft. Bibelgesellschaften sind in rund 200 Ländern aktiv. In Österreich sammelt die Weltbibelhilfe Spenden für diese internationale Arbeit.

(Quelle: www.bibelgesellschaft.at)

Biblia und die lange Nacht der Kirchen

Wir weisen auf den Vortrag unseres Vorstandsmitglieds Mag. Hanns Sauter bei der langen Nacht der Kirchen ab 19.00 Uhr hin …

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Jerusalem ist mehr als eine Hauptstadt

Mittlerweile weiß die ganze Welt um die politische Sensibilität der Stadt Jerusalem. Und es mangelt nicht an divergierenden Vorstellungen von dieser Stadt. Einige preisen sie als ein, zumindest bis vor kurzem, gelungenes Beispiel einer multikulturellen Vermischung. Andere sehen in Jerusalem die Stadt des Nebeneinanders von Judentum, Christentum und Islam und streichen so ihre religiöse Vielfalt hervor. Wiederum andere sehen Jerusalem als ein unverzichtbares Zentrum ihrer nationalen Identität. All diese Deutungen haben etwas Verklärendes an sich. Jerusalem ist und bleibt die Stadt der Mehrdeutigkeit und daher trägt sie viele Etiketten. In dieser Stadt, auf ihren Anhöhen, an ihren Abhängen und in ihren Gräben sind die Ablagerungen von Jahrtausenden zu finden, die vor allem jüdische, christliche und muslimische Spuren enthalten. Jerusalem ist mehr als eine Stadt und sie ist auch mehr als eine Hauptstadt.

Professor Helmut Nausner wird uns bei Gemeinde Quer durch diesen geschichtsträchtigen Ort führen und Verständnisschlüsseln aufzeigen für die politischen, religiösen und mythenbeladenen Hintergründe, die Jerusalem bis heute belasten. Damit wird klar, warum einseitige Lösungen zu kurz greifen und warum keine Elefanten auf dieser Stadt trampeln sollten.

Hardfacts:
Wo? => Pfarrsaal der Pfarre Machstraße, 8-10, Stiege 5, 1020 Wien
Wann? => Dienstag, 5. Mai 2018, 20:00 Uhr
Von? => Pastor Prof. Helmut Nausner